Multichannel

Multichannel beschreibt eine Kommunikationsstrategie, bei der ein Unternehmen mehrere Kanäle parallel nutzt – etwa WhatsApp, E-Mail und SMS. Die Kanäle werden meist getrennt voneinander bespielt, jeder hat eine eigene Inbox und eigene Daten.

Was bedeutet Multichannel?

Multichannel (deutsch: Mehrkanal) ist der Ansatz, Kunden über mehrere Kommunikationswege gleichzeitig erreichbar zu machen. Wer Multichannel betreibt, hat eine WhatsApp-Nummer, eine Support-E-Mail, vielleicht noch SMS, Live-Chat und Telefon – jedes Tool für sich.

Multichannel ist die ältere und einfachere Verwandte des Omnichannel-Ansatzes. Wo Omnichannel eine einheitliche Sicht über alle Kanäle hinweg verspricht, behandelt Multichannel jeden Kanal als eigene Welt.

Typisches Multichannel-Setup

  • WhatsApp wird vom Support-Team in einer eigenen Web-Oberfläche bedient.
  • E-Mails kommen ins Outlook-Postfach info@.
  • SMS werden über ein separates SMS-Gateway versendet.
  • Live-Chat läuft als Widget auf der Website, mit eigenem Dashboard.
  • Anrufe gehen über eine Telefonanlage, deren Daten nirgendwo anders auftauchen.

Jeder Kanal hat eigene Mitarbeiter, eigene Kennzahlen, eigene Daten – und der Kunde merkt es: Er muss seine Bestellnummer erneut nennen, weil der WhatsApp-Mitarbeiter die E-Mail-Historie nicht sieht.

Vorteile von Multichannel

  • Einfacher Einstieg: Jeder Kanal lässt sich isoliert einführen, ohne tiefe Systemintegration.
  • Spezialisierung: Teams können sich auf einen Kanal konzentrieren, Tools sind dort meist sehr fortgeschritten.
  • Geringere Anfangskosten: Keine Investition in eine zentrale Plattform nötig.

Nachteile von Multichannel

  • Daten-Silos: Jede Plattform hat ihre eigene Wahrheit. Es gibt keine einheitliche Kundensicht.
  • Doppelarbeit: Service-Anfragen werden manchmal in zwei Kanälen parallel bearbeitet.
  • Inkonsistente Erfahrung: Der gleiche Kunde bekommt von WhatsApp und E-Mail unterschiedliche Antworten.
  • Reporting-Problem: Es ist sehr schwer, kanalübergreifend zu messen, wie ein Kunde sich entlang seiner Reise bewegt.

Wann Multichannel reicht

Multichannel ist nicht per se schlecht – es passt zu Situationen, in denen Kunden den Kanal nur einmalig wechseln oder die Kanäle völlig unterschiedliche Zwecke erfüllen. Ein klassisches Beispiel: Online-Shop mit E-Mail für Bestellbestätigungen und WhatsApp ausschließlich für Versand-Updates. Sobald aber Kunden in einem Vorgang den Kanal wechseln („Ich habe euch gestern eine E-Mail geschickt, hier nochmal per WhatsApp …"), zeigt Multichannel seine Schwächen.

Multichannel vs. Omnichannel auf einen Blick

AspektMultichannelOmnichannel
KanäleParallel, getrenntIntegriert, gemeinsam
InboxenEine pro KanalEine geteilte Unified Inbox
KundenkontextPro Kanal isoliertÜber alle Kanäle hinweg sichtbar
DatenstrategieSilosZentral
ReifegradEinsteigerFortgeschritten

Detailvergleich im Eintrag Omnichannel vs Multichannel.

Wie SendSeven Multichannel ablöst

SendSeven ist eine Multichannel- und Omnichannel-Plattform zugleich: Sie können die sieben Kanäle (WhatsApp, SMS, E-Mail, Telegram, Messenger, Instagram, Live-Chat) jeweils einzeln nutzen, aber auch gemeinsam in einer Unified Inbox bündeln – ohne Datensilos, mit kanalübergreifender Kontakthistorie. Damit ist der Wechsel von reinem Multichannel zu echtem Omnichannel ohne Plattform-Migration möglich.