API (Application Programming Interface)

Eine API ist eine standardisierte Schnittstelle, über die zwei Programme miteinander sprechen. Sie definiert genau, welche Daten ein Programm anfragen kann und in welcher Form es eine Antwort bekommt – wie ein Kellner zwischen Gast (Ihre Software) und Küche (unsere Plattform).

Was ist eine API?

API steht für „Application Programming Interface" – auf Deutsch: Programmierschnittstelle. Eine API ist die festgelegte Sprache, in der zwei Softwaresysteme Informationen austauschen. Sie ist kein Programm, das man bedient, sondern ein vertraglicher Bauplan: „Wenn du mir A schickst, bekommst du B zurück."

Stellen Sie sich ein Restaurant vor. Sie als Gast sehen nicht die Küche. Sie sprechen mit dem Kellner. Der Kellner kennt die Speisekarte (= die API-Dokumentation), nimmt Ihre Bestellung in einer festen Form auf („Pasta mit Tomatensoße") und bringt Ihnen das Ergebnis. Die Küche kann sich verändern – neue Köche, neue Geräte – solange der Kellner dieselbe Speisekarte führt, funktioniert für Sie alles wie gewohnt. Genau so trennt eine API das, was Ihre Software verlangt, von dem, wie der Dienst dahinter es liefert.

Warum APIs wichtig sind

APIs sind das unsichtbare Rückgrat moderner Software. Wenn Ihre Buchhaltung mit Stripe spricht, wenn Ihr Online-Shop in Echtzeit Lagerbestände abfragt, wenn Ihre Webseite Google Maps einbettet – jedes Mal läuft eine API im Hintergrund. Ohne APIs müssten Unternehmen jede einzelne Funktion selbst entwickeln. Mit APIs nutzen sie spezialisierte Dienste wie Bausteine.

API im SendSeven-Kontext

SendSeven stellt eine API bereit, mit der Ihre Software Nachrichten versenden, Kontakte verwalten und Unterhaltungen abrufen kann – über WhatsApp, SMS, E-Mail, Telegram, Instagram, Messenger und Live-Chat. Drei konkrete Beispiele:

  • Online-Shop: Nach jeder Bestellung sendet Ihr Shop automatisch eine WhatsApp-Bestätigung an den Kunden – ohne dass jemand manuell tippt.
  • CRM: Sobald ein Lead im CRM den Status „heiß" erreicht, schickt das CRM via API eine personalisierte Nachricht über den von Kunde bevorzugten Kanal.
  • Helpdesk: Eingehende WhatsApp-Nachrichten landen automatisch als Tickets in Ihrem Helpdesk-System – per Webhook in die andere Richtung.

Typen von APIs

Nicht jede API funktioniert gleich. Die häufigsten Varianten:

  • REST API: Der heutige Standard für Web-APIs. Nutzt HTTP wie ein Browser, einfach zu verwenden, von jedem Programmierwerkzeug unterstützt. SendSeven nutzt REST.
  • GraphQL: Variante, bei der der Client genau angibt, welche Felder er zurück haben möchte. Effizienter bei komplexen Datenmodellen.
  • WebSocket: Für Echtzeit-Verbindungen, bei denen der Server selbst Ereignisse pusht (z. B. „Neue Nachricht eingegangen").
  • MCP Server: Eine neuere Schnittstellenform speziell für KI-Agenten wie Claude oder GPT.

Authentifizierung: Wer darf was?

APIs sind nicht öffentlich für jeden zugänglich. Jeder Aufruf muss sich ausweisen. Bei SendSeven geschieht das über einen API Key – einen geheimen, persönlichen Schlüssel, der wie ein Passwort funktioniert. Wer den Key besitzt, darf in Ihrem Namen Aktionen ausführen. Deshalb gehört ein API Key nie ins Frontend, nie in ein öffentliches GitHub-Repo, nie in eine E-Mail.

Was passiert, wenn etwas schiefgeht?

Jede API antwortet mit einem Status-Code. 200 OK heißt: alles gut. 401 heißt: Authentifizierung gescheitert. 429 heißt: zu viele Anfragen, siehe Rate Limiting. 500 heißt: Fehler auf Server-Seite. Eine gute Integration prüft den Status-Code und reagiert sinnvoll – etwa mit erneutem Versuch nach kurzer Pause.

API vs. Konnektor vs. SDK

Diese drei Begriffe werden oft verwechselt:

  • API: Die rohe Schnittstelle – HTTP-Aufrufe, JSON-Antworten. Setzt Programmierkenntnisse voraus.
  • SDK: Eine vorgefertigte Bibliothek (in Python, JavaScript, PHP …), die die API für Entwickler vereinfacht.
  • Konnektor: Eine fertige Integration zu einem konkreten Drittsystem (z. B. Shopify-Konnektor). Oft ohne Programmierung nutzbar.

Brauche ich eine API als KMU?

Kurz: nur, wenn Sie etwas automatisieren möchten, das standardmäßig noch nicht geht. SendSeven bietet drei Wege, je nach technischer Tiefe:

  1. Plattform-UI: Klicken statt programmieren – die Standardlösung für Kundenservice und Marketing.
  2. Konnektoren: Vorgefertigte Integrationen zu Shopify, HubSpot, Zapier usw. – meist ohne Code.
  3. API: Für individuelle Workflows, eigene Software oder Massenoperationen.