Trigger
Ein Trigger ist das Ereignis, das eine Automatisierung startet. Im Messaging-Kontext sind Trigger zum Beispiel „Kontakt erhält Tag", „Webhook eingegangen", „Newsletter-Anmeldung", „24 Stunden vor Termin" oder „Kontakt antwortet zum ersten Mal". Ohne Trigger läuft kein Flow.
Was ist ein Trigger?
Ein Trigger (englisch für „Auslöser") ist das definierte Ereignis, bei dem eine Automatisierung anspringt. Trigger sind der Einstiegspunkt jedes Flows – sie sagen dem System: „Wenn das passiert, mach Folgendes."
Jeder Trigger besteht aus zwei Teilen: einem Ereignis (was passiert) und optional einer Bedingung (unter welchen Umständen reagiert wird). Beispiel: Ereignis = „Tag hinzugefügt", Bedingung = „Tag = ‚VIP‘". Erst beides zusammen löst aus.
Typen von Triggern
| Typ | Was es ist | Beispiel |
|---|---|---|
| Event-Trigger | Reagiert auf ein Ereignis im System | Tag hinzugefügt, Konversation geschlossen |
| Schedule-Trigger | Zeitbasiert – einmalig oder wiederkehrend | Jeden Montag 9 Uhr, einmalig am 15. Juni |
| Webhook-Trigger | Externes System ruft eine URL bei SendSeven auf | Shopify-Bestellung, CRM-Stage-Wechsel |
| Time-Relative-Trigger | Relativ zu einem Datum auf dem Kontakt | 24h vor Termin, 7 Tage nach Anmeldung |
| Manuell | Mitarbeiter löst aus einer Konversation aus | „Diesen Kontakt in Reaktivierungs-Flow stecken" |
Trigger-Beispiele aus dem KMU-Alltag
- Anmeldung im Newsletter: Trigger startet Willkommens-Flow mit drei Nachrichten über 7 Tage.
- Bestellung in Shopify: Webhook-Trigger startet Bestellbestätigungs-Flow + 5 Tage später Cross-Sell.
- Tag „Wartet auf Demo" gesetzt: Event-Trigger startet Erinnerungs-Flow.
- Termin in 24 Stunden: Schedule-Trigger startet Erinnerungs-Kette WhatsApp → SMS-Fallback → Anruf-Bitte.
- Konversation seit 7 Tagen ohne Antwort: Event-Trigger startet Nachfass-Flow.
- Kunde antwortet zum ersten Mal: Trigger setzt automatisch das Tag „aktiv" und startet Service-Onboarding.
Trigger und Idempotenz
Eine wichtige Eigenschaft: derselbe Trigger sollte den Flow nicht mehrfach starten, wenn das Ereignis aus technischen Gründen mehrfach eintrifft (z. B. Webhook-Wiederholung bei kurzem Netzwerkfehler). Gute Flow-Engines erkennen das anhand einer Event-ID und ignorieren Duplikate.
Bedingungen am Trigger
Trigger lassen sich filtern, damit nicht jeder Tag-Wechsel den Flow auslöst:
- Zielgruppen-Filter: Nur Kontakte mit Tag „DACH-Region".
- Frequency Capping: Maximal einmal alle 7 Tage pro Kontakt.
- Geschäftszeiten-Filter: Nur Mo-Fr 9-18 Uhr auslösen, sonst aufschieben.
- Ausschluss: Nicht starten, wenn schon ein anderer Flow läuft.
Wann mehrere Trigger einen Flow starten
Manche Flows haben mehrere mögliche Einstiegspunkte. Ein Reaktivierungs-Flow könnte sowohl durch „60 Tage Inaktivität" als auch durch „Kontakt hat sich vom Newsletter abgemeldet" angestoßen werden. Das ist sauber, solange beide Trigger zu derselben Aktion sinnvoll führen. Wenn nicht, bauen Sie zwei getrennte Flows.
Trigger vs. Workflow-Start
Trigger sind der Start einzelner Flows. Ein Workflow ist eine breitere Geschäftsprozess-Definition, die mehrere Flows umfassen kann und auch menschliche Schritte enthält. Ein Trigger startet einen Flow – ein Workflow ist die Choreographie aus Flows und manuellen Aktionen.
Trigger bei SendSeven
Im SendSeven Flow-Builder wählen Sie den Trigger als ersten Knoten des Flows. Verfügbar sind Tag-Trigger, Webhook-Trigger, Schedule-Trigger und manuelle Trigger aus der Konversations-Ansicht. Jeder Trigger kann zusätzliche Filterbedingungen tragen, und der Validator prüft vor Veröffentlichung, ob die Trigger-Konfiguration sinnvoll ist.